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Deutsche Sprintmeister 2011: Regattaverband Ems-Jade-Weser
Als letzte Regatta im Jahr 2011 steuerten die Sportler des Landesstützpunktes Oldenburg die Deutsche Sprintmeisterschaft in Mannheim/Baden-Würtemberg an.
Das spezielle an der Disziplin des Sprints, welcher im Rudern über 350m ausgetragen wird, ist die schwere Voraussage des Ergebnisses. So liegen oftmals zwischen Sieg und Niederlage nur Sekunden Bruchteile und nur die Zielkamera kann Auskunft über das Ergebnis bringen.
Aus Oldenburger Sicht musste die Zielkamera gleich zweimal die Ungewissheit beseitigen.
Gleich im ersten Rennen des Finaltages fuhren Immo Ihnen (Oldenburg) und Maiko Remmers (Aurich) im Männer Doppelzweier in einem fulminanten Rennen mit der Konkurrenz aus Hamm dem Feld davon und gemeinsam über die Ziellinie. Die Körper von Ihnen und Remmers waren zwar als erste im Ziel, da ihr Boot aber 40cm kurzer als das der Konkurrenz geschnitten war, musste sich letztlich doch der Zielkamera gebeugt werden und der Sieg ging mit 0,05 Sekunden Vorsprung nach Hamm. Eine tolle Silbermedaille mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz geht aber an die Mannschaft aus Oldenburg/Aurich.
Im Mix-Doppelvierer der 17/18jährigen stellten sich nur 4 Boote dem Starter, darunter die Oldenburgerin Florentine Baron und ihre Partnerin Luisa Neerschulte (Lingen), sowie Tim Köhnken und Dirk Flessner (Diepholz/Aurich). Gleich drei Boote überfuhren dann die Ziellinie im für den Betrachter gleichen Zeitpunkt. Auch die Zielkamera konnte hier letztlich nicht zwischen allen Booten unterschiede erkennen. Doch das Glück war auf der Seite der Nordlichter und so ging hinter den deutlicher führenden Krefeldern die Silbermedaille mit 0,07 Sekunden Vorsprung an die Mannschaft aus dem Norden, vor den Zeitgleich gewerteten Booten aus Witten und Neuss.
Nachdem es schon zweimal Silber gab, kam im Männerdoppelvierer und im Juniorinnendoppelvierer die große Kampfansage. In beiden Rennen setzten sich die eingespielten Teams des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser an die Spitze des Feldes und ließen sich auch von der Kampflinie der teils in ihrer Bahn fahrenden Boote nicht beirren, konterten diese aus und fuhren beide zu Gold.
Deutscher Meister im Männerdoppelvierer 2011 sind damit Immo Ihnen, Sebastian Berlin (beide Oldenburg), Maiko Remmers und Dirk Flessner (beide Aurich). Ihr jüngeres, weibliches Pendant sind Jule Dirks, Florentine Baron (beide Oldenburg), Milena Heuer (Leer) und Luisa Neerschulte (Lingen) die Deutscher Meister im Juniorinnen Doppelvierer wurden.
In den abschließenden Doppelzweiern der Junioren bzw. Juniorinnen waren auch noch Boote des Stützpunktes Oldenburg am Start. Mit Jule Dirks und Milena Heuer (Leer) gab es auch hier eine Medaille. Die bereits seid 3 Jahren gemeinsam fahrenden Damen setzten all ihre Erfahrung ein und konnten sich gemeinsam mit den Booten aus Ingelheim und Krefeld sicher vom Feld distanzieren. Im Ziel gab es die Bronzemedaille zu bejubeln und der knapp siegreichen Konkurrenz konnte mit einem Lächeln gratuliert werden.
Im Junior Doppelzweier gingen Tim Köhnken (Diepholz) und Dirk Flessner (Aurich) an den Start. Für die beiden war es der erste gemeinsame Start in dieser Bootsklasse auf einer großen Regatta und es passt auf Anhieb gut zusammen. Im Vorlauf siegreich, wollten sie im Finale an diese Leistung anknüpfen. Dies gelang ganz gut, doch am Enden brachte ein nicht ganz sauberer Start, in Verbindung mit der Anzahl der bereits gefahrenen Rennen die Entscheidung und man musste dem Überlinger Ruderclub den Vortritt lassen.
Mit dieser abschließenden Silbermedaille konnten alle gestarteten Boote des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser eine Medaille auf dieser Meisterschaft erringen und das mitgereiste Trainerteam Detlev Thomas und Steffen Oldewurtel eine hervorragende Jahresbilanz ziehen.
Nach einer langen Saison heißt es nun die Motivation des Erfolges mit zu nehmen, im Winter das Training zu forcieren und sich wieder an der olympischen Wettkampfdistanz über 2000m zu orientieren. Denn hier sind die körperlichen Anforderungen doch wesentlich stärker an der Ausdauer orientiert und diese gilt es nun nach den vielen Regatten über kurze Distanzen mit vielen Trainingsstunden und viel Fleiß wieder aufzubauen.
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